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Das Gedicht „Schwanenlied“ stammt aus der Feder von Friederike Brun.

Steigst du aus der Berge Kluft
  Still und hehr empor,
Hüllest Tal und Hain und Luft
  Leis' in Silberflor?

Zeigst mit sanftgebroch'nem Licht
  Was dem Blick entschwand,
Hüllst in stilles Dämmerlicht,
  Was das Herz empfand?

Ach dein Silberflor verhüllt
  Den betränten Blick,
Und ein mild'res Lebensbild
  Strahlt aus ihm zurück.

Was mit rauh-verworr'nem Ton
  Mir das Herz zerriss,
Hüllt die duft'ge Fernung schon
  Tief in Finsternis.

Leiser faßt die rauhe Hand
  Meines Weh's mich an.
Und der hehren Hoffnung Land
  Glänzt am Ziel der Bahn.

Ward ich d'rum so sehr betrübt,
  Weil ich Treu' geglaubt?
Armes Herz, hast ausgeliebt,
  Bist du des Schmucks beraubt!

Fall', o Blütenregen hin,
  In der Wehmut Schoß;
Frühlingslust und Flattersinn,
  Glücklich Lebenslos

Diese Blüte sank herab,
  Meine Trän' hinein -
Treue blüht doch bis ins Grab,
  Hellt den Abendschein!

Kaum in Mitte deiner Bahn,
  Stehst du schon allein.
Mutig! kühn den Fels hinan,
  Dort wird's besser sein!

Ach vom Felsen blick' ich weit
  In die Öd' hinein!
Künft'ge und vergang'ne Zeit
  Trägt das Herz herein!

Hülle mich in deine Nacht,
  Silberdämm'rung, ein!
Ach des Schmerzens ganze Macht
  Dringet auf mich ein.

Im Mondschein zu singen

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