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Das Gedicht „Weihnachts-Gesang“ stammt aus der Feder von Paul Gerhardt.

Kommt und laßt uns Christum ehren,
Herz und Sinnen zu ihm kehren!
Singet fröhlich, laßt euch hören,
wertes Volk der Christenheit!

Sünd und Hölle mag sich grämen,
Tod und Teufel mag sich schämen;
wir, die unser Heil annehmen,
werfen allen Kummer hin.

Sehet, was hat Gott gegeben!
Seinen Sohn zum ewgen Leben!
Dieser kann und will uns heben
aus dem Leid ins Himmels Freud.

Seine Seel ist uns gewogen,
Lieb und Gunst hat ihn gezogen,
uns, die Satanas betrogen,
zu besuchen aus der Höh.

Jakobs Stern ist aufgegangen,
stillt das sehnliche Verlangen,
bricht den Kopf der alten Schlange
und zerstört der Hölle Reich.

Unser Kerker, da wir saßen
und mit Sorgen ohne Maßen
uns das Herze selbst abfraßen,
ist entzwei, und wir sind frei.

O gebenedeite Stunde,
da wir das von Herzensgrunde
glauben und mit unserm Munde
danken dir, o Jesulein!

Schönstes Kindlein in dem Stalle,
sei uns freundlich, bring uns alle
dahin, wo mit süßem Schalle
dich der Engel Heer erhöht!

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