Christa Schyboll

Am Meer

Wie glühende Bronze
Fließt mein Leib
In den weißen Sand
Am Strand
Das Meer
Kühlt die Glut
Mein Blut
Pulsiert unter der Haut
Laut
Pochend und wild
Mild
Schaut mein Blick
In die Ferne
Ins Leere
Im Meere
Tut sich was auf
Zuhauf
Wildes Getöse
Nicht gut
Nicht böse
Die Wellen erzittern
Schaumkronen zersplittern
In Wasseratome
Weh dem, der jetzt wohne
In dieser Welt

Ich liege am Strand
Sand
Umhüllt meinen Leib
Er ist bereit
Der Sonne den Glanz
Meiner Seele zu spiegeln
Sich dem Meer hinzugeben
Ist so voller Leben
Verlacht den Tod
Vor dem Einbruch der Nacht
Sacht
Ruft eine Stimme zur Erde:
Werde!